Altersvorsorge ab 40: Warum 2026 dein bester Einstieg ist

Ich habe mich mit der Altersvorsorge ab 40 beschäftigt. Sehr sogar. Und trotzdem habe ich sie bisher nicht vollständig optimiert. Nicht aus Ignoranz. Nicht, weil mir das Thema egal ist. Sondern, weil das Leben immer dazwischengekommen ist. Vier Umzüge wegen des Jobs. Private finanzielle Unterstützung, wo sie gebraucht wurde. Und so schiebt man es vor sich her — nicht, weil man nicht will, sondern weil immer etwas anderes dringender schien. Das klingt nach Ausrede. Ist es keine. Es ist die ehrliche Beschreibung, wie es bei den meisten Männern ab 40 läuft. Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel. Nicht um zu predigen. Sondern, weil ich selbst mittendrin bin — und weil ich weiss, was ich jetzt tun muss. 2026 bringt wichtige Änderungen bei der Säule 3a. Änderungen, die für uns ab 40 endlich einen echten Vorteil bringen. Ich zeige dir, was möglich ist — und wie du es anpackst.
Warum ist Altersvorsorge ab 40 noch längst nicht zu spät?
Das ist der erste Gedanke, den die meisten haben: zu spät. Mit 40 fühlt sich Altersvorsorge für viele Männer wie ein verpasster Zug an. Die mit 25 angefangen haben — die sind jetzt schon weit vorne. Was soll da jetzt noch kommen?
Hier ist die Wahrheit: Der zweitbeste Zeitpunkt zum Starten ist heute. Wer mit 40 Jahren monatlich 500 CHF in die Säule 3a einzahlt und mit 65 in Rente geht, hat bei einer durchschnittlichen Rendite von 4 Prozent über 250’000 CHF angespart — bei einer Einzahlung von 150’000 CHF. Der Rest ist Zinseszins. 25 Jahre sind genug Zeit, um echten Vermögensaufbau zu betreiben.
Die Forschung bestätigt das: Wer mit 40 beginnt und bis 65 durchzieht, kann rund 225’000 Franken ansparen — selbst mit moderaten Beträgen (Quelle: selbständig-schweiz.ch, Vermögenszentrum 2026). Der Zug ist nicht abgefahren. Er fährt noch. Aber jedes Jahr, das du wartest, kostet dich tatsächlich Geld — nicht theoretisch, sondern mathematisch messbar.
Ich selbst stehe genau hier: 40 Jahre alt, Functional Trainer und Filialleiter in Graubünden. Ich habe mich mit der Säule 3a beschäftigt, ich verstehe das Prinzip — aber die Umsetzung war lange halbherzig. Jetzt setze ich es neu auf. Vollständig. Und die Änderungen 2026 helfen mir dabei.
Ein konkretes Beispiel: Wenn du heute, am 15. März 2026, mit den ersten 600 Franken startest und dann monatlich automatisch einzahlst, hast du bis Jahresende bereits 6’000 Franken eingezahlt. Das sind 6’000 Franken, die du vom steuerbaren Einkommen abziehen kannst — bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent sparst du damit sofort 1’800 Franken. Das ist keine Theorie. Das ist Geld, das du nicht an den Staat zahlst.

Man darf sich nie auf ein einziges Pferd verlassen — das gilt für Altersvorsorge genauso wie für alles andere im Leben.
— Fabian, ALPFITWas ändert sich 2026 bei der Säule 3a — und warum ist das wichtig für dich?
2026 ist das erste Jahr, in dem du Beitragslücken in der Säule 3a nachzahlen kannst. Das ist neu. Und es ist eine echte Chance für alle, die in den letzten Jahren nicht den Maximalbetrag einbezahlt haben. Ab 2025 entstandene Beitragslücken können während zehn Jahren nachbezahlt werden (Quelle: UBS, Zürcher Kantonalbank 2026).
Konkret: Wenn du 2025 nicht die vollen 7’258 Franken eingezahlt hast, kannst du den fehlenden Betrag bis 2035 nachholen. Rückwirkend geht das allerdings nicht — alles vor 2025 ist verloren. Wer 2024 oder früher eine Lücke hat, kann sie nicht mehr schliessen.
Aber — und das ist wichtig — du kannst Nachzahlungen nur zusätzlich zum ordentlichen Beitrag leisten. Das heisst: Du musst zuerst den aktuellen Maximalbetrag des laufenden Jahres ausschöpfen, bevor du alte Lücken stopfst (Quelle: Zürcher Kantonalbank 2025). Nachzahlen ist kein Ersatz für die laufende Einzahlung, sondern eine Ergänzung.
Der Maximalbetrag 2026 beträgt 7’258 CHF für Arbeitnehmer mit Pensionskasse (BVG). Selbstständige ohne BVG dürfen bis zu 20 Prozent ihres massgebenden Einkommens einzahlen, maximal 36’288 Franken (Quelle: Vermögenszentrum, nsixtalent 2026).
Für mich bedeutet das: Ich zahle 2026 erstmals den vollen Betrag ein — und ich plane, ab 2027 zusätzlich kleine Nachzahlungen zu leisten, um verpasste Jahre teilweise aufzuholen. Das ist keine Hexerei. Es ist ein Plan. Wer beispielsweise 2025 nur 4’000 Franken eingezahlt hat, kann die fehlenden 3’258 Franken bis 2035 nachzahlen — zusätzlich zum jeweils aktuellen Maximalbetrag. Das erfordert natürlich entsprechende Liquidität, aber es ist machbar.
Wie viel Steuern sparst du wirklich mit der Säule 3a?
Der Steuerabzug ist der grösste Hebel der Säule 3a — und trotzdem wird er oft unterschätzt. Jeder Franken, den du in die Säule 3a einzahlst, reduziert dein steuerbares Einkommen. Das bedeutet: Du zahlst weniger Einkommenssteuer. Wie viel genau, hängt von deinem Grenzsteuersatz und deinem Wohnkanton ab.
In den steuerlich höchstbelasteten Gemeinden kann der reale Steuervorteil einer Einzahlung 25 bis 40 Prozent des einbezahlten Betrags ausmachen (Quelle: nsixtalent, Convit 2026). Bei einem Grenzsteuersatz von 35 Prozent und dem Maximalbetrag von 7’258 Franken sparst du rund 2’540 Franken Steuern — pro Jahr. Über 30 Jahre kumuliert das auf über 70’000 Franken.
Das ist kein theoretischer Gewinn. Das ist Geld, das du nicht an den Staat zahlst, sondern auf deinem Vorsorgekonto anlegst. Für mich in Graubünden liegt die Ersparnis bei etwa 30 Prozent — also rund 2’200 Franken pro Jahr. Das ist der Grund, warum die Säule 3a für Schweizer eine der attraktivsten Anlageformen überhaupt ist.
Wer mit 40 anfängt und 25 Jahre lang den Maximalbetrag einzahlt, zahlt insgesamt rund 181’000 Franken ein — und spart dabei über 50’000 Franken Steuern. Das ist ein sofortiger ‚Gewinn‘ von fast 30 Prozent, bevor die Anlage überhaupt Rendite abwirft.
Ein konkretes Rechenbeispiel: Du verdienst 85’000 Franken brutto im Jahr, lebst in Chur, bist ledig. Dein Grenzsteuersatz liegt bei rund 28 Prozent. Du zahlst 7’258 Franken in die Säule 3a ein. Dein steuerbares Einkommen sinkt von 85’000 auf 77’742 Franken. Du sparst dadurch rund 2’032 Franken Steuern. Das sind 2’032 Franken, die du nicht zahlst — und die zusätzlich für dich arbeiten, wenn du sie reinvestierst.


Warum du mehrere 3a-Konten brauchst — und wann es sich lohnt
Hier ein Fehler, den viele machen: Sie zahlen jahrelang in ein einziges 3a-Konto ein — und merken erst beim Bezug, dass sie ein massives Steuerproblem haben. Denn: Beim Bezug wird das gesamte Guthaben in einem Jahr besteuert. Je höher der Betrag, desto höher die Steuer — durch die Progression.
Die Lösung: mehrere 3a-Konten. Jedes Konto wird einzeln besteuert. Wenn du das Guthaben auf drei bis fünf Konten verteilst und diese über mehrere Steuerjahre hinweg gestaffelt beziehst, kannst du die Steuerprogression brechen und erheblich sparen (Quelle: UBS, Convit 2026).
Als Faustregel gilt: Ab 50’000 Franken auf einem Konto lohnt sich ein weiteres (Quelle: UBS 2026). Steuerexperten empfehlen, das Guthaben auf drei bis fünf Konten zu verteilen. Mehr als fünf sind administrativ aufwendig und bringen kaum noch Vorteile.
Mein Plan: Ich eröffne 2026 zwei 3a-Konten und zahle abwechselnd ein. In fünf Jahren plane ich ein drittes Konto. So verteile ich das Guthaben und behalte die Kontrolle über den Bezug. Das kostet nichts extra — viele Banken bieten mehrere 3a-Konten ohne zusätzliche Gebühren an.
Konkret: Wenn du mit 40 startest und bis 65 einzahlst, hast du bei maximalem Beitrag rund 250’000 Franken angespart. Beziehst du das auf einmal, zahlst du in vielen Kantonen über 20’000 Franken Steuern. Verteilst du das Guthaben auf drei Konten und beziehst sie in den Jahren 2063, 2064 und 2065, zahlst du insgesamt oft nur 12’000 bis 15’000 Franken — eine Ersparnis von 5’000 bis 8’000 Franken, ohne zusätzlichen Aufwand.
Ich bin kein Finanzberater. Ich bin Filialleiter im Detailhandel und Functional Trainer. Ich arbeite Vollzeit, ich trainiere, ich schreibe abends. Und ich baue parallel meine Altersvorsorge auf — nicht als Ersatz für das Leben, sondern als Fundament dafür.
Mein Budgetansatz — 70 Prozent Leben, 20 Prozent Aufbauen, 10 Prozent Entwickeln — ist die Basis. Die Säule 3a läuft aus den 20 Prozent. Parallel dazu: ein automatischer ETF-Sparplan für alles, was über die 3a hinausgeht. Und passive Einkommensquellen — Blog, Affiliate, digitale Produkte — die auch im Alter laufen.
Wer nur auf die Rente setzt, setzt alles auf ein Pferd. Das ist keine Strategie. Das ist Hoffnung. Ich setze auf mehrere Pferde — und ich beginne jetzt, nicht in fünf Jahren. Für die praktische Umsetzung nutze ich einen einfachen Budget-Planer, um Einzahlungen und Fristen im Blick zu behalten.

Für alle, die ihr Finanzdenken aufräumen wollen: solide Finanzbücher über Vermögensaufbau ohne Fachjargon. Direkt, praxisnah, für Leute die endlich anfangen wollen.
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Newsletter abonnieren →Was du über die Einzahlungsfrist 2026 wissen musst
Die Einzahlungsfrist für die Säule 3a ist der 31. Dezember 2026. Alles, was bis dahin auf dem Vorsorgekonto eingeht, kannst du noch in der Steuererklärung 2026 abziehen. Alles, was danach eingeht, zählt erst für 2027.
Aber — und das ist wichtig — Zahlungen via Digital Banking müssen bis spätestens am 31. Dezember auf dem Vorsorgekonto eingehen, um im aktuellen Steuerjahr angerechnet zu werden (Quelle: UBS, nsixtalent 2026). Die meisten Vorsorgeeinrichtungen schliessen ihre Abwicklungen einige Tage vor Jahresende. Planen Sie also spätestens den 24. bis 27. Dezember ein, um Banklaufzeiten abzufedern.
Ich zahle spätestens am 27. Dezember ein — immer. Ich will nicht riskieren, dass eine Zahlung wegen eines verlängerten Wochenendes oder Feiertags erst im neuen Jahr ankommt. Das kostet mich im schlimmsten Fall 2’000 Franken Steuerersparnis. Das ist zu viel, um es auf die leichte Schulter zu nehmen.
Mein Vorgehen konkret: Am 15. Dezember setze ich mir eine Erinnerung im Kalender. Am 20. Dezember prüfe ich mein Konto. Am 23. oder 24. Dezember — spätestens — überweise ich den Betrag. Ich nutze dafür das E-Banking meiner Bank, am liebsten vormittags, damit die Zahlung noch am gleichen Tag verarbeitet wird. Das dauert fünf Minuten. Aber diese fünf Minuten können den Unterschied zwischen 2’200 Franken Steuerersparnis und null ausmachen.
Wie investierst du die Säule 3a — Sparkonto oder ETF?
Die Säule 3a ist kein Sparkonto. Sie kann es sein — aber das ist Verschwendung. Wer die Säule 3a nur als Sparkonto nutzt, lässt den grössten Hebel liegen: die Rendite. Ein Sparkonto bringt heute etwa 0,5 bis 1 Prozent Zinsen. Ein breit gestreuter ETF bringt langfristig durchschnittlich 5 bis 7 Prozent.
Wer die Säule 3a 20 Jahre lang maximal einzahlt und das Kapital in einen breit gestreuten ETF investiert statt auf einem Sparkonto liegen lässt, hat am Ende durchschnittlich 40 bis 60 Prozent mehr Kapital — bei identischen Einzahlungen. Der Unterschied ist allein die Anlageform.
Ich investiere meine Säule 3a in ETFs — über entsprechende 3a-Anbieter, die ETF-Investitionen innerhalb der Säule 3a ermöglichen. Mein Ansatz: ein breit gestreuter globaler Indexfonds (z. B. Vanguard FTSE All-World oder MSCI World). Keine Einzelaktien, keine Spekulation. Nur langfristiger, passiver Vermögensaufbau.
Das Risiko? Ja, es gibt Schwankungen. Aber bei 25 Jahren Anlagehorizont gleichen sich Schwankungen aus. Wer mit 40 anfängt und mit 65 bezieht, hat genug Zeit, um von der durchschnittlichen Marktrendite zu profitieren. Wer Angst vor Schwankungen hat, kann einen gemischten Fonds mit 50 bis 70 Prozent Aktienanteil wählen — immer noch deutlich besser als ein Sparkonto.
Ein konkretes Beispiel: Du zahlst 25 Jahre lang jährlich 7’258 Franken ein. Auf einem Sparkonto mit 1 Prozent Zins hast du am Ende rund 190’000 Franken. In einem ETF mit durchschnittlich 5 Prozent Rendite hast du rund 275’000 Franken. Das sind 85’000 Franken Unterschied — ohne einen einzigen Franken mehr einzuzahlen. Der einzige Unterschied: die Anlageform.
Parallel zur Säule 3a läuft bei mir ein automatischer ETF-Sparplan bei einem günstigen Online-Broker. Das ist das Kapital, das nicht in der Säule 3a gebunden ist — flexibel, jederzeit verfügbar, für den Notfall oder für Projekte. Wer sich damit noch nicht auskennt: ETF-Bücher für Anfänger helfen beim Einstieg, ohne Fachjargon.
Mein Notfallplan: Blog, Affiliate, digitale Produkte — passive Einkommensquellen, die auch im Alter laufen. Nicht als Ersatz für die Altersvorsorge — sondern als zusätzliche Schicht. Wer nur auf die Rente setzt, setzt alles auf ein Pferd. Das ist keine Strategie. Das ist Hoffnung.
Ich dokumentiere meine Fortschritte in einem einfachen Finanz-Notizbuch — keine App, kein kompliziertes Tool. Nur Stift, Papier, Zahlen. Einmal im Quartal trage ich ein: Einzahlungen, Kontostände, Rendite. Das dauert zehn Minuten. Aber diese zehn Minuten halten mich auf Kurs.
Häufige Fragen
Ist es wirklich noch sinnvoll, mit 40 in die Säule 3a einzuzahlen?
Was, wenn die Rente der ersten und zweiten Säule nicht reicht?
Soll ich zuerst Schulden abbauen oder mit der Altersvorsorge anfangen?
Fazit
Das glaubt mir keiner — aber mein ruhigstes Gefühl rund um Finanzen kommt nicht von der Zahl auf dem Konto. Es kommt davon, mehrere Pläne zu haben. Plan A. Plan B. Plan C. Nie alles auf ein Pferd.
Die Säule 3a ist Plan A für Schweizer — effizient, steuerwirksam, langfristig. Der ETF-Sparplan ist Plan B. Passive Einkommensquellen sind Plan C. 2026 bringt Änderungen, die für uns ab 40 endlich einen echten Vorteil bringen: Beitragslücken nachzahlen, mehrere Konten strategisch nutzen, die Steuerprogression beim Bezug brechen.
Du weisst jetzt, was das Schweizer Vorsorgeprinzip bietet. Du weisst, warum 40 nicht zu spät ist. Du weisst, was der erste Schritt ist: Konto eröffnen, Maximalbetrag einzahlen (7’258 Franken 2026), in ETFs investieren, spätestens am 27. Dezember überweisen. Mehr ist es nicht. Aber genau das ist der Unterschied zwischen Hoffnung und Plan.
Ich bin mittendrin. Ich baue es auf — neben dem Job, neben dem Training, neben allem anderen. Nicht perfekt. Aber echt. Und genau so muss es sein.