Ich habe mich mit der Säule 3a beschäftigt. Sehr sogar.

Und trotzdem habe ich sie bisher nicht optimiert.

Nicht aus Ignoranz. Nicht, weil mir das Thema egal ist. Sondern, weil das Leben immer dazwischengekommen ist. Vier Umzüge wegen des Jobs. Kostet jedes Mal Geld. Private finanzielle Unterstützung wo sie gebraucht wurde. Und so schiebt man es vor sich her — nicht, weil man nicht will, sondern weil immer etwas anderes dringender schien.

Das klingt nach Ausrede. Ist es keine. Es ist die ehrliche Beschreibung wie Altersvorsorge bei den meisten Männern ab 40 läuft.

Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel. Nicht um zu predigen. Sondern, weil ich selbst mittendrin bin — und weil ich weiss was ich jetzt tun muss.

Warum Altersvorsorge ab 40 noch längst nicht zu spät ist

Das ist der erste Gedanke den die meisten haben: zu spät.

Mit 40 fühlt sich Altersvorsorge für viele Männer wie ein verpasster Zug an. Die mit 25 angefangen haben — die sind jetzt schon weit vorne. Was soll da jetzt noch kommen?

Hier ist die Wahrheit: Der zweitbeste Zeitpunkt zum Starten ist heute.

🔥 WTF-Fakt: Wer mit 40 Jahren monatlich 500 CHF in die Säule 3a einzahlt und mit 65 in Rente geht, hat bei einer durchschnittlichen Rendite von 4 % über 250.000 CHF angespart — bei einer Einzahlung von 150.000 CHF. Der Rest ist Zinseszins. 25 Jahre sind genug Zeit um echten Vermögensaufbau zu betreiben.

Der Zug ist nicht abgefahren. Er fährt noch. Aber jedes Jahr, das du wartest, kostet dich tatsächlich Geld — nicht theoretisch, sondern mathematisch messbar.

💬 „Ich habe einen klaren Plan. Und einen Notfallplan. Und noch einen. Man darf sich nie auf ein einziges Pferd verlassen — das gilt für Altersvorsorge genauso wie für alles andere im Leben.“

Zinseszins bei der Altersvorsorge ab 40 — 25 Jahre reichen für echten Aufbau

Das Schweizer System — drei Säulen die du kennen musst

Für Schweizer gibt es ein System, das kaum jemand vollständig versteht — und das deshalb von den meisten nicht vollständig genutzt wird.

📋 Die drei Säulen der Schweizer Altersvorsorge:

SäuleWas es istWer zahltHandlungsbedarf
1. Säule (AHV)Staatliche GrundrenteArbeitnehmer + ArbeitgeberLäuft automatisch
2. Säule (BVG/Pensionskasse)Berufliche VorsorgeArbeitnehmer + ArbeitgeberOptimierungsmöglich
3. Säule (freiwillig)Private VorsorgeDu alleinGrösster Hebel

Die erste und zweite Säule laufen automatisch. Wer angestellt ist, zahlt ein —, ohne nachzudenken.

Die dritte Säule ist der Hebel, den du selbst in der Hand hast. Und genau hier verpassen die meisten Männer ab 40 das grösste Potential.

Was die Säule 3a konkret bietet:

✅ Steuerabzug — der jährliche Maximalbeitrag von 7.258 CHF (2025) kann vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Je nach Kanton und Einkommensstufe spart das 1.500–3.000 CHF Steuern pro Jahr.

✅ Anlage in ETFs möglich — wer die Säule 3a nicht nur als Sparkonto nutzt, sondern in ETFs investiert, erzielt langfristig deutlich höhere Renditen.

✅ Flexibler Bezug — ab 5 Jahren vor Rentenalter kann das Kapital bezogen werden — auch früher bei Immobilienkauf, Selbstständigkeit oder Auswanderung.

🔥 WTF-Fakt: Wer die Säule 3a 20 Jahre lang maximal einzahlt und das Kapital in einen breit gestreuten ETF investiert statt auf einem Sparkonto liegen lässt, hat am Ende durchschnittlich 40–60 % mehr Kapital — bei identischen Einzahlungen. Der Unterschied ist allein die Anlageform.

Schweizer Säule 3a mit ETF investieren — Altersvorsorge optimal nutzen ab 40

Was ich konkret tue — und was noch kommt

Ich habe einen klaren Plan. Und ich habe Notfallpläne. Nicht, weil ich pessimistisch bin — sondern weil ich weiss dass das Leben selten nach Plan läuft.

Was bereits läuft: Die Grundstruktur steht. Ich weiss was reinkommt, was rausgeht, was investiert wird. Mein Budgetsystem — 70 % Leben, 20 % Aufbauen, 10 % Entwickeln — ist die Basis. Wie das konkret aussieht, habe ich dir in diesem Artikel erklärt.

Was als Nächstes kommt: Die Säule 3a vollständig optimieren. Nicht als Sparkonto — als ETF-Investment. Der Vanguard FTSE All-World ist auch hier eine Option — über entsprechende 3a-Anbieter die ETF-Investitionen innerhalb der Säule 3a ermöglichen.

Parallel dazu: automatischer ETF-Sparplan bei Scalable Capital oder Trade Republic für alles was über die 3a hinausgeht.

Der Notfallplan: Blog, Affiliate, digitale Produkte — passive Einkommensquellen die auch im Alter laufen. Nicht als Ersatz für die Altersvorsorge — sondern als zusätzliche Schicht. Wer nur auf die Rente setzt, setzt alles auf ein Pferd. Das ist keine Strategie.

Das Buch das mein Denken über langfristige Finanzplanung am stärksten geprägt hat: „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer. Direkt, praxisnah, ohne Fachjargon. Für alle die lieber hören: Audible macht es möglich — beim Kochen, beim Spazieren, morgens beim Shake.

 Altersvorsorge mit mehreren Säulen — nie alles auf ein Pferd setzen

Drei Fragen die Männer zur Altersvorsorge ab 40 immer stellen

Ist es wirklich noch sinnvoll mit 40 in die Säule 3a einzuzahlen?

Ja — eindeutig. Der Steuerabzug allein macht die Säule 3a zu einer der attraktivsten Anlageformen für Schweizer. Wer 7.258 CHF pro Jahr einzahlt und dadurch 2.000 CHF Steuern spart, hat sofort einen 27 % „Gewinn“ vor jeder Rendite. Dazu kommt der Zinseszinseffekt über 25 Jahre. Wer jetzt anfängt, ist nicht zu spät — wer noch 5 Jahre wartet, verliert jedoch messbar Kapital.

Was, wenn die Rente der ersten und zweiten Säule nicht reicht?

Für die meisten Männer reicht sie nicht — das ist keine Übertreibung. Die AHV-Rente deckt im Schnitt 40–50 % des letzten Lohnes ab. Die Pensionskasse ergänzt — aber auch zusammen erreichen die meisten nicht ihren gewohnten Lebensstandard. Die Lücke muss privat geschlossen werden: Säule 3a, ETF-Sparplan, passive Einkommensquellen. Wer das früh versteht, hat Zeit zum Handeln. Wer es mit 60 versteht oft nicht mehr.

Soll ich zuerst Schulden abbauen oder mit der Altersvorsorge anfangen?

Hochverzinste Schulden zuerst abbauen — immer. Kreditkartenschulden mit 12–15 % Zinsen sind teurer als jede ETF-Rendite. Danach: kleines Notfallpolster aufbauen. Dann parallel Säule 3a und ETF-Sparplan starten. Die Reihenfolge ist entscheidend — wer bei laufenden Hochzinsschulden investiert verliert netto Geld.

Fazit

Das glaubt mir keiner — aber mein ruhigstes Gefühl rund um Finanzen kommt nicht von der Zahl auf dem Konto. Es kommt davon mehrere Pläne zu haben.

Plan A. Plan B. Plan C. Nie alles auf ein Pferd.

Die Säule 3a ist Plan A für Schweizer — effizient, steuerwirksam, langfristig. Der ETF-Sparplan ist Plan B. Passive Einkommensquellen sind Plan C.

Du weisst jetzt was das Schweizer System bietet. Du weisst warum 40 nicht zu spät ist. Du weisst was der erste Schritt ist.

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