Ich bin kein Finanzexperte. Ich habe kein Depot mit 200.000 Franken. Ich bin auch kein Early Retiree der dir erklärt wie er mit 35 aufgehört hat zu arbeiten.
Ich bin Filialleiter in Graubünden. Vollzeitjob. Normales Einkommen. Und ich habe mit 40 entschieden: So kann es nicht weitergehen.
Jahrelang habe ich funktioniert. Geld kam rein, Geld ging raus. Am Ende des Monats blieb wenig übrig — und noch weniger Klarheit darüber wohin das alles führt. Rente? Irgendwann. Freiheit? Irgendwann. Aber wann genau ist irgendwann?
Meistens bedeutet irgendwann: nie.
Die Frage die mich nicht loslässt: Ist finanzielle Freiheit mit einem normalen Vollzeitjob überhaupt realistisch?
Meine Antwort: Ja. Aber nicht so wie die meisten denken.
Dieser Artikel ist kein Hochglanz-Versprechen. Kein „ich hab’s geschafft, du auch“. Es ist ein ehrlicher Bericht von jemandem der bei null anfängt — und dir zeigt was er tut, was noch nicht läuft und was er daraus lernt.
Was finanzielle Freiheit wirklich bedeutet — und was nicht
Lass mich den grössten Mythos zuerst aus dem Weg räumen.
Finanzielle Freiheit bedeutet nicht: nie mehr arbeiten. Nicht für die meisten von uns. Nicht mit 40. Nicht mit einem normalen Einkommen. Und ehrlich gesagt — für viele Männer ist das auch gar nicht das Ziel.
Für mich bedeutet finanzielle Freiheit: nicht mehr arbeiten müssen weil ich muss — sondern weil ich will.
💬 „Der Unterschied zwischen müssen und wollen ist der grösste Unterschied den Geld machen kann. Nicht die Yacht. Nicht das Ferienhaus. Dieser eine Satz.“
Das bedeutet konkret:
- Den Job wechseln können ohne finanzielle Panik
- Nein sagen können wenn etwas nicht stimmt
- Weniger arbeiten wenn ich will — ohne dass alles zusammenbricht
- Mehr Zeit für das was wirklich zählt: Gesundheit, Menschen, Erfahrungen
Dafür brauche ich keine Million. Ich brauche ein System. Und dann muss ich es durchziehen.
🔥 WTF-Fakt: Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung fühlen sich über 68 % der Vollzeitangestellten in Deutschland, Österreich und der Schweiz finanziell unvorbereitet auf unerwartete Ausgaben über 3.000 EUR. Nicht weil sie zu wenig verdienen — sondern weil sie kein System haben.

Warum Vollzeitjob kein Hindernis ist — sondern ein Vorteil
Ich sage das bewusst weil es gegen den Instinkt geht.
Wer einen Vollzeitjob hat denkt oft: Ich hätte mehr Zeit wenn ich selbstständig wäre. Mehr Freiheit. Mehr Möglichkeiten.
Die Realität: Selbstständige haben oft weniger Planungssicherheit, mehr unregelmässige Einnahmen und deutlich mehr Unsicherheit im Vermögensaufbau.
Ein Vollzeitjob bedeutet: ein fixes Einkommen jeden Monat. Ich weiss was reinkommt. Ich kann damit arbeiten. Ich kann planen.
Das ist kein Nachteil. Das ist die stabilste Basis die es für Vermögensaufbau gibt.
✅ Was ein Vollzeitjob für den Vermögensaufbau liefert:
| Vorteil | Was das bedeutet |
|---|---|
| Fixes monatliches Einkommen | Planbarer Sparplan möglich |
| Regelmässiger Cashflow | Automatisches Investieren funktioniert |
| Sozialversicherungen | Grundabsicherung läuft parallel |
| Stabilität | Kein Einkommensausfall der alles stoppt |
Das Problem der meisten ist nicht das Einkommen. Es ist dass sie nie anfangen. Weil sie warten. Auf mehr Geld. Den richtigen Moment. Bessere Umstände.
Den gibt es nicht. Den hat es nie gegeben.
Was ich konkret mache — und was noch nicht läuft
Hier wird es ehrlich. Keine Erfolgsstory. Kein „ich habe alles perfekt gemacht“.
Ich fange von null an. Und ich zeige dir beides — was läuft und was noch nicht.
Was ich bereits angepackt habe:
Ausgaben kennen. Nicht perfekt — aber ich weiss grob wo das Geld hingeht. Fix und variabel. Was ich wirklich brauche und was einfach Gewohnheit ist. Das war der erste Schritt. Wer seine Ausgaben nicht kennt, kann nichts verändern. Ich tracke das konsequent — ähnlich wie ich meine Ernährung mit Lifesum tracke. Zahlen lügen nicht. Gefühle schon.
Diesen Blog und Pinterest-Kanal aufgebaut. Affiliate-Einnahmen und später eigene digitale Produkte sind das Ziel. Das läuft noch nicht auf Hochtouren — aber es wächst. Und jedes passive Einkommensmodell beginnt mit dem ersten Schritt. Warum passives Einkommen der entscheidende Hebel ist erkläre ich dir in diesem Artikel.
Das Mindset umgestellt. Das klingt weich — ist es nicht. Wer immer denkt „das Geld ist eh weg bevor der Monat vorbei ist“ wird immer recht haben. Das Buch das mein Denken über Geld fundamental verändert hat: „Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer. Einfach geschrieben, tiefgreifend in der Wirkung. Kein Fachjargon. Nur Prinzipien die funktionieren.
Was noch nicht läuft:
Einen ETF-Sparplan habe ich noch nicht aufgesetzt. Die Säule 3a ist noch nicht optimiert. Das kommt als nächstes — und ich werde es hier zeigen wenn es so weit ist.
Wie ETFs konkret funktionieren und welchen ich wählen würde erkläre ich dir bereits in diesem Artikel.
Kein Hochglanz. Nur was wirklich passiert.

Die vier Prinzipien die ich dabei gelernt habe
Das sind keine Theorien. Das sind Erkenntnisse aus dem echten Prozess.
Prinzip 1: Ausgaben kennen kommt vor Investieren
Immer. Ausnahmslos.
Wer nicht weiss wohin das Geld geht, kann nichts zurücklegen — egal wie viel er verdient. Das ist keine Frage des Einkommens. Das ist eine Frage der Klarheit.
Ich habe meine monatlichen Ausgaben in drei Kategorien eingeteilt:
- Fix: Miete, Versicherungen, Abos — kommen immer
- Variabel notwendig: Lebensmittel, Transport, Gesundheit
- Variabel optional: Essen gehen, Shopping, Unterhaltung
Erst wenn ich weiss was in jede Kategorie fliesst, weiss ich was ich investieren kann.
🔥 WTF-Fakt: Der durchschnittliche DACH-Haushalt gibt monatlich zwischen 150 und 300 EUR/CHF für Abonnements und wiederkehrende Kleinbeträge aus die nicht aktiv genutzt werden — Streaming-Dienste, Apps, Mitgliedschaften. Dieser Betrag allein würde bei einem ETF-Sparplan mit 7 % Rendite über 20 Jahre zu über 75.000 EUR/CHF anwachsen.
Prinzip 2: Automatisch schlägt diszipliniert
Wer darauf wartet am Ende des Monats etwas übrigzuhaben, wartet meistens vergebens.
Das Modell das funktioniert: Am Ersten des Monats geht ein fixer Betrag automatisch weg — in den ETF-Sparplan bei Scalable Capital oder Trade Republic. Was dann übrig bleibt ist zum Leben. Nicht umgekehrt.
Das klingt simpel. Es ist simpel. Und genau deshalb funktioniert es.
Prinzip 3: Einfach schlägt kompliziert
ETFs schlagen aktiv verwaltete Fonds langfristig in den meisten Fällen. Das ist keine Meinung — das ist eine der am besten belegten Erkenntnisse der Finanzwissenschaft.
Vanguard FTSE All-World. Breit gestreut. Günstig. Automatisch. Mehr braucht es am Anfang nicht.
Wer mit komplexen Strategien, Einzelaktien und Krypto beginnt bevor die Basics sitzen, verliert. Fast immer.
Prinzip 4: Zusätzliches Einkommen ist kein Luxus — es ist der Hebel
Das ist der Punkt der alles verändert.
Ein Gehalt allein tauscht immer Zeit gegen Geld. Solange ich nur ein Gehalt habe, bin ich abhängig von meiner Arbeitsfähigkeit. Wenn ich krank bin — kein Geld. Wenn ich aufhöre — kein Geld.
Finanziell frei wird man wenn man anfängt Einkommen aufzubauen das nicht direkt an die eigene Zeit gebunden ist.
Dieser Blog ist mein erster Schritt dahin.
💡 Merke: Vermögensaufbau ist keine Frage des Einkommens. Es ist eine Frage des Systems. Wer kein System hat, wird immer zu wenig haben — egal wie viel er verdient.
Die Fehler die ich aktiv vermeide
Ich habe sie selbst lange gemacht. Und ich sehe sie täglich bei anderen Männern meines Alters.
Fehler 1: Auf den perfekten Zeitpunkt warten Den gibt es nicht. Den hat es nie gegeben. Der beste Zeitpunkt war vor 10 Jahren. Der zweitbeste ist heute.
Fehler 2: Zu kompliziert denken Drei ETFs, fünf Plattformen, Krypto-Portfolio, Einzelaktien — alles gleichzeitig. Das Ergebnis: Lähmung. Einfach anfangen. Anpassen. Weitermachen.
Fehler 3: Ungeduldig werden Vermögensaufbau braucht Zeit. Zinseszins ist keine Magie — er ist Mathematik. Wer nach 6 Monaten keine grossen Ergebnisse sieht und aufhört, versteht das Spiel nicht.
🔥 WTF-Fakt: Wer mit 40 Jahren monatlich 400 CHF/EUR investiert und eine durchschnittliche Rendite von 7 % erzielt, hat mit 67 Jahren über 390.000 CHF/EUR — bei einer Einzahlung von knapp 130.000. Den Rest erledigt der Zinseszins. Aber nur wenn man durchhält.
Fehler 4: Den Zusammenhang zwischen Mindset und Geld ignorieren Wer immer mit einem Knappheitsgefühl an Geld herangeht — „es ist nie genug“, „ich kann mir das nicht leisten“ — wird dieses Gefühl behalten egal wie viel er verdient. Das Buch das mir hier am meisten geholfen hat: „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer. Direkt, praxisnah, ohne akademisches Geschwurbel.
Wo ich in 7 Jahren stehen will
Ich habe mir 7 Jahre gegeben. Nicht weil ich dann garantiert finanziell frei bin — sondern weil ein konkreter Zeithorizont besser ist als „irgendwann“.
In 7 Jahren will ich:
- Optionen haben. Nicht abhängig sein von einem einzigen Einkommen.
- Etwas aufgebaut haben das auch ohne mich läuft. Blog, digitale Produkte, ETF-Portfolio.
- Keine finanziellen Ängste mehr haben. Nicht jeden Franken umdrehen. Wenn etwas Unerwartetes kommt — kein Herzrasen, kein Stress.
Das ist nicht naiv. Das ist ein Plan. Und zwischen Plan und Utopie liegt der Unterschied: Konsequenz.
Ob das klappt? Ich werde es dir hier zeigen. Monat für Monat. Mit allem was dazugehört — den Fortschritten und den Rückschlägen. Meinen ehrlichen Zwischenstand und was sich verändert hat erkläre ich dir in diesem Artikel.
Drei Fragen die Männer mit Vollzeitjob zum Thema Finanzen immer stellen
Wie viel muss ich verdienen um mit dem Investieren anzufangen?
Weniger als du denkst. Die meisten Plattformen bieten Sparpläne ab 25–50 CHF/EUR pro Monat. Das ist kein Betrag der das Leben verändert — aber er schafft die Gewohnheit. Und die Gewohnheit ist wichtiger als der Betrag. Wer mit 50 CHF anfängt und konsequent bleibt, ist in 5 Jahren weiter als jemand der auf „mehr Geld“ wartet und nie anfängt.
Was wenn am Ende des Monats nichts übrig bleibt?
Dann ist das Ausgaben-Problem grösser als das Einkommens-Problem. Bevor du investierst, musst du wissen wohin dein Geld geht. Meistens gibt es in jedem Budget Posten die schmerzfrei reduziert werden können — Abos die nicht genutzt werden, Gewohnheitsausgaben die keinen echten Mehrwert liefern. 50–100 CHF/EUR pro Monat lassen sich fast immer freimachen wenn man ehrlich hinschaut.
Ist die Säule 3a in der Schweiz wirklich so wichtig?
Ja — für Schweizer ist die Säule 3a einer der effizientesten Hebel. Der Steuerabzug allein macht sie attraktiv: je nach Kanton und Einkommensstufe kannst du mehrere hundert bis über tausend Franken Steuern pro Jahr sparen. Gleichzeitig baust du Vorsorgekapital auf. Beides zusammen macht die 3a zum ersten Schritt vor dem ETF-Sparplan für Schweizer.
Fazit
Das glaubt mir keiner — aber der Moment in dem ich aufgehört habe auf bessere Umstände zu warten, war der Moment in dem sich finanziell etwas zu verschieben begann.
Nicht weil plötzlich mehr Geld da war. Sondern weil ich anfing Entscheidungen zu treffen statt Entscheidungen zu vermeiden.
Vollzeitjob. Normales Einkommen. Begrenztes Budget. Und trotzdem vorwärts.
Fang diese Woche mit einer Sache an: Schreib auf was du im letzten Monat ausgegeben hast. Nur aufschreiben. Keine Änderung nötig. Allein diese Ehrlichkeit verändert etwas.
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