Fünf Trainingseinheiten pro Woche. Push, Pull, Beine — klassisch aufgeteilt.
Aber einmal die Woche ist alles in einer Einheit drin. Alles. Beine, Rücken, Brust, Schultern, Arme, Core.
Eine Stunde. Komplett. Fertig.
Das klingt nach Kompromiss. Es ist keiner. Es ist Strategie.
Wer seinen Trainingsplan so aufbaut, dass die letzte Einheit der Woche alles nochmal activiert — der gibt dem Körper vor dem Wochenende einen letzten kompletten Reiz mit. Und dieser Reiz arbeitet in der Regeneration weiter.
In diesem Artikel zeige ich dir wie eine echte Ganzkörpereinheit für Männer ab 40 aussieht — kompakt, effektiv, ohne Abstriche.
Warum Ganzkörpertraining mehr als ein Notfall-Plan ist
Viele Männer kennen Ganzkörpertraining nur als Plan B. Keine Zeit für den normalen Split — also schnell alles in eine Einheit quetschen.
Das ist die falsche Denkweise.
Ganzkörpertraining ist ein vollständiges Trainingswerkzeug mit eigenen Vorteilen — besonders ab 40.
🔥 WTF-Fakt: Eine Studie im Journal of Strength and Conditioning Research verglich Ganzkörpertraining mit klassischen Split-Routinen über 10 Wochen. Ergebnis: Beim Ganzkörpertraining war die Muskelaktivierung über alle Körperbereiche gleichmässiger — besonders bei Männern über 40 die an Muskelimbalancen arbeiten wollten.
Was Ganzkörpertraining konkret leistet:
- Jeder Muskel bekommt wöchentlich mehrfach einen Reiz
- Kein Körperbereich bleibt länger als 3–4 Tage ohne Stimulus
- Hormonstimulation durch grosse Muskelgruppen in einer Einheit
- Ideal als Abschlusseinheit einer Split-Woche
💬 „Die letzte Einheit der Woche ist bei mir immer eine Ganzkörpereinheit. Nicht weil ich keine Zeit habe — sondern weil es der perfekte Abschluss für den Körper ist bevor die Regenerationsphase beginnt.“

Die Übungen die wirklich den ganzen Körper abdecken
Das ist der Teil wo die meisten einen Fehler machen — sie denken sie trainieren den ganzen Körper, aber mehrere Bereiche werden übersehen.
Eine echte Ganzkörpereinheit braucht Übungen für alle grossen Muskelgruppen. Das bedeutet: Beine, Rücken, Brust, Schultern, Arme und Core. Alle. Nicht fast alle.
✅ Meine Ganzkörper-Übungsauswahl:
| Übung | Muskelgruppen | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Bulgarische Kniebeugen | Quadrizeps, Gesäss, Oberschenkelrückseite | Fortgeschritten |
| Rudern | Rücken, Bizeps, hintere Schulter | Mittel |
| Brust Flyes / Brust Curls | Brust, vordere Schulter | Mittel |
| Schulterdrücken | Schultern, Trizeps | Mittel |
| Bizeps Curls | Bizeps | Leicht |
| Plank oder Core-Variation | Gesamter Rumpf, Core | Mittel |
Ein kurzer Hinweis zu den Bulgarischen Kniebeugen: Das ist keine Anfänger-Übung. Wer sie nicht kennt, sollte sie zuerst mit dem eigenen Körpergewicht erlernen bevor Gewicht dazukommt. Die Koordinationsanforderung ist hoch — aber die Wirkung auf Beine und Gesäss ist einzigartig. Keine andere Übung aktiviert den Quadrizeps und das Gesäss so gezielt und unilateral gleichzeitig.
🔥 WTF-Fakt: Unilaterale Übungen wie Bulgarische Kniebeugen aktivieren laut EMG-Studien den Gluteus maximus um bis zu 30 % stärker als bilaterale Kniebeugen mit Langhantel — bei gleichzeitig höherer Core-Aktivierung durch die Gleichgewichtsanforderung.

So sieht die komplette Einheit aus — Struktur und Timing
60 Minuten reichen. Wenn du fokussiert bist.
📋 Meine Ganzkörper-Einheit — Struktur:
| Block | Übung | Sätze × Wdh | Pause |
|---|---|---|---|
| Warm-up | Mobilität Hüfte, Schultern, Brustwirbelsäule | 10 Min. | — |
| Block 1 — Beine | Bulgarische Kniebeugen | 3 × 10 pro Seite | 90 Sek. |
| Block 2 — Rücken | Rudern (Langhantel oder Kabelzug) | 3 × 10-12 | 75 Sek. |
| Block 3 — Brust | Brust Flyes oder Kabelzug Flyes | 3 × 12 | 60 Sek. |
| Block 4 — Schultern | Schulterdrücken (Kurzhantel oder Maschine) | 3 × 10-12 | 75 Sek. |
| Block 5 — Arme | Bizeps Curls Superset mit Trizeps | 3 × 12 | 60 Sek. |
| Block 6 — Core | Plank oder Hollow Body Hold | 3 × 30-45 Sek. | 45 Sek. |
| Cool-down | Dehnung Oberschenkel, Hüftbeuger, Schultern | 5 Min. | — |
Total: ca. 55–65 Minuten. Kompakt. Vollständig.
💡 Merke: Eine Ganzkörpereinheit ist kein Sparplan für faule Tage. Sie ist eine präzise Einheit die alle Muskelgruppen einmal aktiviert. Wer Übungen weglässt weil „keine Zeit“ hat, macht Teilkörpertraining — nicht Ganzkörpertraining.
Für Protein direkt nach der Einheit — mein Shake von Bodylab24 wartet schon. Für Schweizer direkt über Bodylab24.ch. Kreatin täglich dazu — die Grundlage die alles andere unterstützt. Wie meine komplette Supplements-Strategie aussieht erkläre ich dir in diesem Artikel.

Drei Fragen die Männer zum Ganzkörpertraining immer stellen
Kann ich Ganzkörpertraining als einziges Training machen — ohne Split?
Ja — besonders für Einsteiger oder Männer die maximal 3 Mal pro Woche trainieren können ist Ganzkörpertraining oft effektiver als ein Split. Jeder Muskel bekommt öfter einen Reiz — das fördert Muskelaufbau und Koordination gleichzeitig. Wer 4–5 Mal pro Woche trainiert und Schwerpunkte setzen will, ist mit einem Split besser bedient. Beides hat seinen Platz — je nach Ziel und verfügbarer Zeit.
Wie schwer soll ich bei einer Ganzkörpereinheit trainieren?
Leichter als bei einer reinen Split-Einheit. Du trainierst mehr Muskelgruppen in einer Session — das bedeutet mehr Gesamtvolumen. Wer mit demselben Gewicht trainiert wie in einer fokussierten Push-Einheit, überfordert Regeneration und Nervensystem. Faustregel: 10–15 % weniger Gewicht als beim normalen Split, dafür saubere Technik und kontrollierte Ausführung.
Wie oft pro Woche macht Ganzkörpertraining Sinn?
Als Abschluss einer Split-Woche: 1 Mal. Als eigenständiges Programm: 2–3 Mal pro Woche mit mindestens einem Ruhetag dazwischen. Mehr als 3 Mal Ganzkörpertraining pro Woche lässt zu wenig Regenerationszeit — besonders ab 40 wo Sehnen und Gelenke länger brauchen. Qualität der Einheit schlägt Häufigkeit — immer.
Fazit
Das glaubt mir keiner — aber meine letzte Trainingseinheit der Woche ist die ich am meisten schätze. Nicht, weil sie leicht ist. Sondern, weil sie vollständig ist.
Alles drin. Alles aktiviert. Dann zwei Tage Regeneration. Dann von vorne.
Du weisst jetzt was eine echte Ganzkörpereinheit ausmacht. Du weisst welche Übungen alle grossen Muskelgruppen wirklich abdecken. Du weisst wie die Struktur aussieht.
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